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Der Bürgerentscheid zur Verlegung des Sportplatzes in Büdingen von der Bruchwiese an das Schulzentrum am Dohlberg sollte zunächst am 19. Januar 2014 gemeinsam mit der Wahl des Landrates für den Wetteraukreis stattfinden. Am 27. Dezember 2013 stellte der Magistrat in seiner Sitzung fest, dass die Finanzierung der Maßnahme nicht gesichert sei. Der Magistrat legte daher wie vom Gesetz gefordert Widersprach gegen dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, den Bürgerentscheid zuzulassen, ein. Da der Widerspruch des Magistrats aufschiebende Wirkung hat, war die Rechtsgrundlage für die Durchführung des Bürgerentscheids entfallen. Entsprechend beendete der Gemeindewahlleiter die Durchführung des Bürgerentscheides am 27. Dezember 2013.

Zur Bekanntmachung der Entscheidung des Gemeindewahlleiters kam es aber nicht. In einer konzertierten Aktion zwischen Bürgermeister, Landrat Joachim Arnold (der, der bei postivem Ausgang des BEs einen fast kostenlosen Sportplatz für die Schulen des Kreises gebaut bekommt, aber laut RP deswegen noch lange nicht befangen ist) und dessen Kommunalaufsicht verhinderte der Bürgermeister das Erscheinen der amtichen Bekanntmachung, ein wohl einmaliger Vorgang in Hessen. Der Gemeindwahlleiter wurde über diese Aktion nicht in Kenntnis gesetzt. Mit Verfügung vom 2. Januar 2014 untersagte der Landrat dem Wahlleiter, die Abstimmung abzubrechen. Hiergegen legte der Wahlleiter am 3. Januar Widerspruch ein und forderte den Landrat auf, den Sofortvollzug seiner Verfügung anzuordnen, da er ansonsten die Abstimmung endgültig beenden werde. Der Landrat ordnete mit Verfügung vom 6. Januar den Sofortvollzug seiner aufsichtsbehördlichen Verfügung an. Bereits einige Stunden später reichte der Wahlleiter mit einer umfangreichen Begründung einen Antrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung seines Widerspruchs beim VG Gießen ein. Das VG Gießen hob antragsgemäß den angeordneten Sofortvollzug der Kommunalaufsicht auf und gab dem Gemeindewahlleiter recht. Dieser darf demnach die Vorbereitungen für den Bürgerentscheid und damit den Versand der Wahlunterlagen unterbrechen.

In einer flugs vom Bürgermeister und bekennenden Befürworter der Sportplatzverlegung beantragen Sondersitzung der Stadtverordnetenversammlung am Freitag, dem 3. Januar 2014, sollte diese über den Widerspruch des Magistrats entscheiden. Die Sitzung fiel jedoch aus, da die Einladungen an die Stadtverordneten nicht rechtzeitig zugegangen waren. Sodann wurde eine neue Sitzung auf den 14. Januar 2014 terminiert. In dieser Sitzung bestätigte die Stadtverordnetenversammlung ihren Beschluss, den wegen mangelner Finanzierung unzulässigen Bürgerentscheid dennoch zur Abstimmzung zuzulassen.

Initiiert wurde der Bürgerentscheid von der FWG, die mit den entsprechenden Antrag in der Stadtverordnetenversammlung gescheitert war. Führende Mitglieder der Gruppe hatten an der ursprünglichen Abstimmung und Beratung wegen Interessenkollission nicht teilnehmen dürfen (lt. Protokoll der Stadtverordnetenversammlung).

Nachdem am 19. Januar 2014 die Wahllokale geschlossen hatten, stellt sich schnell heraus, das der Bürgerentscheid in doppelter Hinsicht gescheitert war. Einerseits stimmten lediglich 2.163 Wähler (35,65 Prozent) für das Projekt während 3.903 Wähler (64,34 Prozent) mit "Nein" stimmten. Zudem wurde das nötige Quorum von 25 % der Wahlberechtigten (4.144 Stimmen) damit deutlich unterschritten. Die Stadtverordnetenversammlung hatte damit in ihrer Sitzung am 31. Januar 2014 das letzte Wort in der Sache und entschied nun endgültig, das Projekt nicht umzusetzen.

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